Zahlen und Fakten zu Gewalt in der Familie
- in Österreich wird jede fünfte bis zehnte in einer Beziehung lebende Frau zum Opfer von körperlicher Gewalt.
- Im Jahr 2007 gab es in Österreich 6.347 Wegweisungen.
- jährlich werden etwa 150.000 bis 300.000 Frauen in Österreich misshandelt.
- Im Jahr 2007 wurden 2.601 Fälle nach dem Anti-Stalking Gesetz polizeilich angezeigt.
- Davon sind in 1.963 Fällen die Opfer-Täterbeziehungen erfasst: der Anteil an Tätern aus dem sozialen Nahraum liegt bei 83 Prozent, im Jahr 2006 lag der Anteil bei 80 Prozent.
- Nach Untersuchungen in Deutschland werden 25 Prozent der Mädchen und acht Prozent der Buben unter 16 Jahren sexuell missbraucht. In 80 Prozent der Fälle dauert der Missbrauch zwei Jahre und länger - für Österreich sind ähnliche Ergebnisse zu erwarten.
- Im Jahr 2007 fanden 1.641 Frauen und 1.559 Kinder in österreichischen Frauenhäuser Schutz und Unterkunft.
- In 83 Prozent der Fälle ist der Misshandler der eigene Ehemann oder Lebensgefährte.
- 38 Prozent der Frauen, die in ein Frauenhaus flüchten, gehen danach aufgrund finanzieller Abhängigkeit wieder nach Hause zurück.
- Vom 1. Mai 1997 bis 31. Dezember 2002 wurden im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes in Familien 17.778 Wegweisungen oder Betretungsverbote der Wohnung gegen Männer ausgesprochen; im gleichen Zeitraum wurden 2201 Verwaltungsstrafen wegen Übertretungen im Zusammenhang mit Gewalt verhängt.
- 2007 gab es in den Frauenhäusern auch zahlreiche Beratungsgespräche mit Frauen, die nicht im Frauenhaus wohnten. Insgesamt waren es 7.407 telefonische und 1.408 ambulante Beratungen.
- 68 Prozent der Frauen in Frauenhäusern waren im Jahr 2007 zwischen 20-40 Jahren alt
Quellen: www.aoef.at
BMI - Bundeskriminalamt
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Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen
und Öffentlichen Dienst.
Vorwort:
Gewalt gegen Frauen und Kinder in der Familie stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar vor der wir die Augen nicht verschließen dürfen. Wir sind alle aufgefordert, hinzuschauen und aktiv zu werden indem wir Unterstützung und Hilfe anbieten.
Eigentlich sollte das eigene Heim der sicherste Ort für Menschen sein, oft ist es aber leider so, dass Kinder und vor allem auch Frauen von ihren Partnern oder anderen Familienangehörigen bedroht und misshandelt werden.
Auf der einen Seite müssen wir daher in Prävention investieren, damit es gar nicht erst soweit kommt, auf der anderen Seite müssen wir den Opfern ein umfassendes Netz an Schutz und Betreuung zur Verfügung stellen. Denn Gewalt ist keine Privatangelegenheit und darf nicht tabuisiert werden. Mit der Aktion Wider die Gewalt setzen wir gemeinsam ein ganz klares Zeichen gegen Gewalt in der Familie!
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